Bei human INKstinct sind wir Dein Studio für polynesische Tattoos. Gern entwerfen wir mit Dir zusammen, Dein ganz persönliches Kunstwerk. Wenn also auch Du den Wunsch nach einem Maori-Tattoo am Arm oder einer anderen Körperstelle hast, komm gern auf uns zu und wir sorgen mit unserer Expertise für professionelle Ergebnisse.
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Back to the roots mit polynesischen Tattoos
Tattoos sind keine Erfindung der Neuzeit, sondern haben tatsächlich eine lange und vor allem vielfältige Geschichte. Neben der jüngsten Entdeckung, dass sogar die Gletschermumie Ötzi bereits feine Linien auf der Haut hatte, waren Tattoos zunächst besonders verbreitet unter den indigenen Völkern Afrikas, Asien und auch Polynesiens. Und genau um diese Völker Polynesiens geht es, denn die sogenannten Maori-Tattoos haben sich bis heute als ein eigener Tattoo-Style durchgesetzt.
Wichtig ist allerdings zu wissen, dass die Maori-Tattoos eine Unterkategorie der polynesischen Arbeiten darstellen. Die Begriffe werden oft synonym verwendet, weil das Volk der Maori diesen Teil ihrer Kultur sehr intensiv auslebte und aktiv vorangetrieben hat. Zudem waren sie durch ihre oftmals kämpferischen Auseinandersetzungen bekannter als andere Völker. Maori-Tattoos sind dank dieser Faktoren beinahe gleichbedeutend mit polynesischen Tattoos geworden.
Zeig mir wer Du bist – die soziale Bedeutung der Maori-Tattoos
Die traditionelle Maori-Tattookunst wird Ta Moko genannt. Stammesmitglieder nutzten Maori-Tattoos an Beinen, auf der Brust und auch im Gesicht, um zu zeigen, wer sie waren. Mit einem polynesischen Tattoo am Arm konnte so beispielsweise durch diverse Muster bereits ausgedrückt werden:
- zu welchem Stamm (Iwi) und welcher Familie (Whānau) eine Person gehörte.
- welchen sozialen Rang eine Person innehat. Ist sie Stammesführer, Berater oder Schamane?
- welche Errungenschaften ein Stammesmitglied erlangt hat. Heldentaten und andere Verdienste wurden durch das Maori-Tattoo für das ganze Leben festgehalten.
- wie die persönliche Lebensgeschichte der Person aussieht. Heirat, Kinder, wichtige Lebensereignisse – sie alle finden durch das Tatau einen eigenen Platz unter der Haut.
Ein Maori-Tattoo auf der Brust oder auch anderen Körperstellen war also wie eine Art ästhetischer und aussagekräftiger Ausweis für diese Völker. Sie waren Zeugen der individuellen Geschichten der Menschen und markierten ebenfalls den Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein.
Mit der Zeit sowie mit zunehmender Modernisierung und Kolonialisierung änderte sich die soziale Bedeutung der Maori-Tattoos. Menschen mit diesen Tätowierungen wurden als Wilde gesehen und systematisch an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Sie hatten schlechtere Jobchancen und waren in vielen Fällen gezwungen, sich der Beschaffungskriminalität zuzuwenden, um Familien zu ernähren, was Stigmata nur verstärkte.
Die große Renaissance der Maori-Tattoos
Nachdem Menschen mit Maori-Tattoos lange unter den Stigmata zu leiden hatten, wendete sich irgendwann das Blatt. Der Weg zu einem heute beliebten Tattoo-Stil begann um 1990. Die Kultur der Maori wurde wiederbelebt und somit auch die Ta Moko. Heute drücken Nachfahren dieser Völker ihre Verbindung zu ihren Wurzeln aus und durch die interessanten und bedeutungsintensiven Muster und Symbole hat der Stil weltweit an Bedeutung gewonnen.
Der einzige Unterschied – heute verwenden wir natürlich keine Schaber oder kleine Knochen mehr zum Stechen Deines Maori-Tattoos aber apropos …
Wie wurden Maori-Tattoos eigentlich gestochen?
Der Prozess der Erstellung eines Maori-Tattoos hatte eine hohe spirituelle Bedeutung und durfte nur von einer bestimmten Person im Stamm – dem Tohunga-ta-moko – durchgeführt werden. Das Tätowieren an sich war ähnlich einer Zeremonie, denn die Künstler waren nicht nur Meister ihres Handwerkes, sondern hatten auch eine tiefe religiöse Verbundenheit.
Pigmente und Instrumente zum Tätowieren eines Maori-Tattoos wurden alle selbst hergestellt. Die Schaber und Knochen zum Einarbeiten bestanden meist aus Knochen von Tieren, während die Pigmente aus Pflanzen oder verkohltem Holz gewonnen wurden. Mit einem kleinen Hammer wurde die Farbe in kleinteiliger Arbeit unter die Haut gestochen.
Trotz der aus heutiger Sicht groben Werkzeuge entstanden durch das Können der Künstler wunderschöne und bedeutungsvolle Motive, die den Träger nicht nur zierten, sondern ihn auch definierten und eine Menge über ihn aussagten.
Wenn Du also das nächste Mal ein Maori-Tattoo an einem Unterarm oder einer anderen Stelle siehst, sei Dir darüber bewusst, welch lange Tradition hinter dieser Körperkunst steckt.
Maori-Tattoos bringen eine Symbolik, hinter der mehr steckt
Fineline-Tattoos, Realism-Tattoos, Geometric-Tattoos – all diese Stile sind heute unheimlich beliebt, doch kein Stil bietet eine solche bedeutungsreiche Vielfalt, wie die Kunst der polynesischen Völker. Linien und Strukturen wurden bei den originalen Maori-Tattoos an Oberarmen, Beinen, Rücken und Co. nicht willkürlich zusammengestellt, sondern wurden behutsam aufeinander angepasst. Dabei standen unterschiedliche Muster für bestimmte Bedeutungen wie beispielsweise:
- Koru (Spirale): Steht für Wachstum, Veränderung und den Start in einen neuen Lebensabschnitt
- Hei Matau (Angelhaken): Symbolisiert Stärke, Glück und sichere Reise über das Wasser
- Honu (Schildkröte): Steht für die Verbindung zwischen Land & Meer und schützt die Einheit innerhalb der Familie
- Haifischzahn: Verkörpert Stärke, Durchsetzungsvermögen und Schutz
- Hei Tiki: Repräsentiert den Vorfahren aller Maori und steht für Weisheit, Fruchtbarkeit und Loyalität
Zudem kannten die Völker auch geschlechtsspezifische Unterschiede. Männer trugen die Tätowierungen am Rücken, Oberschenkeln, Gesäß, Waden und vor allem dem Gesicht, Frauen währenddessen auf Lippen, Kinn und manchmal ebenfalls an Schenkeln und Rücken.
Natürlich können moderne Maori-Tattoos auch aktuelle Einflüsse und individuelle Kundenwünsche im Design einfließen lassen. Unsere Artists sorgen durch ihre Erfahrung und ihr Können dafür, dass Du ein einzigartiges Kunstwerk unter der Haut tragen wirst, das mehr ist, als nur schön anzusehen.